Thorsten Klute, Staatssekretär für Integration in NRW

Liebe Jonna, lieber Joris,
liebe Kinder und Jugendliche,
 
die Welt ist wirklich ganz schön bunt. Man muss gar nicht weit verreisen, um das festzustellen. Es gibt so vieles zu entdecken! Wenn Mädchen und Jungen in unserem Land sich auf den Weg machen, um den Erwachsenen von ihren Erlebnissen, Träumen und Zielen zu berichten, dann bin ich ganz gespannt. Mich interessiert, wie Kinder und Jugendliche heute ihre Welt wahrnehmen. Und ich bin mir sicher: Das wird anders sein als bei den Erwachsenen. Auch Deutschland, so sagen Erwachsene, ist bunter geworden. Aber nehmen Kinder das überhaupt als bunt wahr? Oder ist das, was Erwachsene heute mit ihren Erfahrungen als bunt bezeichnen, für Kinder nicht längst Normalität und damit für sie weniger bunt?

Die zehnjährige Mia wurde in Köln geboren. Und ihre Familie lebte schon immer da. So ist es auch mit Leon, elf Jahre alt, der wie schon seine Eltern und Großeltern in der kleinen Stadt Borgholzhausen in Westfalen aufwächst. Acelya wohnt mit ihren zwölf Jahren jetzt in Essen. Dorthin ist sie vor kurzem aus Bochum gezogen. Ihre Großeltern kamen aus der Türkei nach Deutschland. Der neunjährige Oliwier ist vor ein paar Jahren mit seinen Eltern aus Polen in das Sauerland gezogen. Und in die Kindergartengruppe seiner Schwester geht auch der kleine Halim, der mit seinen Eltern aus Syrien geflüchtet ist. Sie alle sind heute Deutschland. Für sie alle ist Deutschland Heimat. Mögen sie auf Erwachsene treffen, die ihnen stets die Zugehörigkeit zu diesem Land zugestehen und vermitteln.

Welche Ideen für das Zusammenleben diese jungen Menschen wohl entwickeln würden, wenn man sie zusammenbrächte und danach befragte? Wir wissen es nicht. Aber vielleicht können wir demnächst hier auf dieser Internetseite lesen, was Kinder und Jugendliche in ihrem Alter dazu sagen.
 
Herzliche Grüße
 
Thorsten Klute

Staatssekretär für Integration
in Nordrhein-Westfalen