• Jonnas und Joris´ Blog

    Jonnas und Joris´ Blog

    hier schreibt Jonna über ihre neuesten Erlebnisse und Joris berichtet über Sensationelles, Ungewöhnliches und Interessantes aus der ganzen Welt ...

Minderjährige Flüchtlinge

In den Nachrichten habe ich gestern gehört, dass immer mehr  minderjährige Jugendliche, und auch Kinder alleine nach Deutschland flüchten. Die Zahl derer, die sich ohne Eltern auf den langen und gefährlichen Weg machen, wird immer größer. Was müssen sie alles während Ihrer Flucht erlebt haben? Wieviel Schreckliches ausgehalten haben? In Deutschland sind sie, je nach Herkunftsland, oft nur geduldet. Und mit 18 komplett auf sich allein gestellt.

Eure Jonna

Hunger

Ole Hengelbrock ist von der  NOZ interviewt worden. In der Ausgabe vom Ostersamstag, den 15.4.2017 habe ich gelesen, was er über seine Arbeit mit Cap Anamur in Somalia schreibt. Seit drei Jahren warten dort die Menschen auf Regen, in der verheerenden Dürre kann das Vieh nicht überleben und die Menschen leiden Hunger. Ole im Team mit Cap Anamur und die wenigen anderen Hilfsorganisationen im Osten Somalias versuchen, die Menschen mit Wasser zu versorgen und planen, eine Klinik zu bauen. Er beschreibt, wie verstörend die Bilder sind, die er Tag für Tag sieht. Während wir im Überfluss ertrinken, verdursten dort Menschen. Während wir in unseren reichen Industrieländern den Klimawandel zumindest mitverursachen, sind die Leidtragendenden, die, die in Ländern wie in Somalia an Unterernährung sterben. Während wir sicher in bequemen Häusern sitzen und uns gerne den Kopf über banale Dinge zerbrechen, wissen wir oft nicht einmal, wo Somalia oder andere Krisengebiete liegen, in denen Menschen ums Überleben kämpfen.  Ole Hengelbrok schreibt: …man reagiert erst, wenn es zu spät ist. Da muss man doch aufschreien. Jetzt! Jetzt ist 2017– jetzt findet diese Katastrophe statt.
Auch wir brauchen hier Menschen wie Ole, die uns daran erinneren, Verantwortung für unser Klima zu übernehmen. Zu retten, was noch zu stoppen ist. Und zu helfen. Dringend Menschen in Somalia zum Beispiel. Und Ole und Hilfsorganisationen zu unterstützen. Das Spendenkonto kann sicherlich über die Zeitung oder Cap Anamur erfragt werden. Joris und ich werden auch einen kleinen Betrag überweisen. Geht gar nicht anders.

Eure Jonna

Einfach?

Wie geht ihr mit den Nachrichten um? Mit dem, was ihr lest und hört? Krieg, Terror, Anschläge sind nur einige Begriffe, die in vielen Gesprächen fallen. Mir macht das Angst. Und ich frage mich oft, was sind das für Menschen, die hinter den Attentaten stecken, die so eine Tat planen und zum Beispiel mit einem LKW in eine Menschenmenge rasen? Die töten und verletzen wollen?
Joris und ich haben oft mit unseren Eltern darüber gesprochen. Ich glaube, dass reden wichtig ist. Es tröstet ja auch, nicht alleine mit seiner Angst und seinem Entsetzen zu sein. Ich denke, dass nur Menschen, die voller Hass sind, die keine Liebe erfahren haben, die glauben, dass alle, die anders denken und fühlen, kein Recht auf ihr Anderssein haben. So zu denken ist doch krank, kleingeistig, langweilig, gefährlich und unberechenbar! Es wäre so schön, wenn alle Menschen Lust auf Frieden haben. Neugierig sind und bleiben. Andersein, egal ob in der Hautfarbe, Religion und Herkunftsland nicht als Bedrohung sehen. Irgendwie klingt das ganz einfach. Warum nur ist es das nicht?

Eure Jonna

Frohe Ostern?

Osterferien! Schön!!! Klar, freue ich mich. Doch immerzu denke ich an syrische Eltern, die ihr Kind oder auch ihre Kinder verloren haben. Kinder, die den furchtbaren Giftgasanschlag dort nicht überlebt haben und Eltern, die das nicht wahrhaben wollen und glauben, die Kleinen, die das tödliche Gas eingeatmet haben, seien nur bewusstlos. Mich erschüttert das, was ich lese und in den Nachrichten sehe. Was für ein unmenschliches und unfassbares Verbrechen. Was müssen die Syrer aushalten! Die, die noch in ihrem Land leben aber auch die, die flüchten konnten. Die zwar in Sicherheit sind, aber ihre Angehörigen, ihre Freunde nicht. Nun einfach  Frohe Ostern wünschen, geht gar nicht. Oder?

Eure Jonna

Lachen

Habe über das Lachen gelesen und finde das Thema gerade sehr passend. Bald  sind Osterferien! Und ich habe unglaublich gute Laune, wenn ich nur daran denke.
Also: In Afrika, in Äthiopien,  gibt es eine Lachschule. Der Inhaber kann stundenlang lachen und meint, wenn alle Menschen mehr lachen würden, gäbe es weniger Kriege.
Am 1. Mai ist Weltlachtag. Nicht vergessen! Um 14.00 wird weltweit gelacht.
Über 100 Muskeln werden beim Lachen aktiviert und gleichzeitig Herz und Kreislauf angeregt. Außerdem macht Lachen glücklich. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Deswegen gibt es auch weltweit mehr als 6000 Lachclubs.
Dabei lachen Menschen über unterschiedliche Dinge und Witze. Wenn zum Beispiel die Schweden sich vor Lachen den Bauch halten, kann es sein, dass die Chinesen den gleichen Witz einfach nur blöd finden. Dafür aber ist das chinesische Lächeln für viele Europäer nicht zu verstehen. Denn Chinesen lächeln aus Freundlichkeit, aus Unsicherheit aus Höflichkeit aber auch, weil sie etwas ganz und gar nicht gut finden. So weiß niemand genau, was ein freundlich lächelnder Chinese tatsächlich denkt. Schwierig, oder?
Japaner finden, dass Lächeln ein Zeichen von guter Bildung ist. Egal, ob es angebracht ist oder nicht. Lächeln ist immer gut, glauben sie.
Ganz anders ist da Erdogan, der türkische Präsident. Der findet doch tatsächlich, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht laut lachen sollten.
Dazu nun fällt weder Jonna noch mir etwas ein.
Wir beide lachen gerne laut und oft. Immer, wenn uns danach ist.

Euer Joris