Das Tandem-Projekt „Familientreffen“

Das Projekt „Familientreffen“ ist ein Tandem-Projekt, das sich an interessierte einheimische und geflüchtete Familien richtet, die Lust haben, sich kennenzulernen, auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen. Es werden Tandems zwischen je einer einheimischen und einer geflüchteten Familie gebildet. Dabei ist das Wort Familie weit gefasst: mitmachen können Paare jeglichen Alters, mit oder ohne Kinder, Patchworkfamilien, Mehrgenerationenhaushalte und andere Lebensentwürfe. Der zeitliche und inhaltliche Umfang kann von dem Tandems individuell gestaltet werden. Es kann z.B. um Unterstützung in alltäglichen Fragen gehen oder einfach nur Freizeit miteinander verbracht werden. Die Projektidee stammt von einem Syrer, dessen Familie seit Ankommen in Deutschland eine Patenfamilie an ihrer Seite hatte. Beide Familien haben von dieser Begegnung sehr profitiert und sind mittlerweile sehr gut befreundet.

Weiterlesen

Einfach Mensch sein

von Julika Schatte

Mit unserem Engagement wollen wir Menschen verbinden. Wir sind eine Gruppe Studierender, die einmal wöchentlich mit Unterstützung des Landeskirchenamtes und den evangelischen Stiftungen ein Projekt für junge Flüchtlinge anbietet.

Immer donnerstags treffen wir junge unbegleitete Flüchtlinge, die in der Inobhutnahmestelle St. Johann kurzfristig untergebracht sind. Sie wohnen da, weil sie ganz allein, ohne Familie, nach Deutschland gekommen sind. Zum Glück findet sich für die meisten schnell eine andere Stelle, an der sie länger wohnen, zur Schule gehen und in Deutschland ankommen können. Aber vorher wohnen sie in der Inobhutnahme, und da gibt es viel Langeweile. Darum verbringen wir wenigstens einen Nachmittag gemeinsam in unseren Gemeinderäumen. Zu uns gesellen sich mittlerweile auch Ehemalige aus der Inobhutnahme und syrische Geschwisterkinder, die mit ihren Eltern in Deutschland sind. Wir sind eine bunte Truppe von jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen.

Weiterlesen

Kommunikation mit Flüchtlingen

Die Flüchtlingswelle war und ist immer noch eine große Herausforderung für Deutschland und Europa. Nicht nur die Flüchtlinge nehmen extreme Risiken auf sich, auch die Aufnahmeländer stehen vor gewaltigen Aufgaben. Neben allen praktischen Problemen, die es zu lösen gilt, ist die Verständigung das größte Hindernis. Ein Dolmetscher z.B. für Dari oder Paschto steht in den seltensten Fällen zur Verfügung. Da gibt es viele Fragen, die unbeantwortet bleiben, wie Helfer aktuell berichten.

Kauderwelsch Sprachführer aus dem Bielefelder REISE KNOW-HOWVerlag können hier einen wichtigen Beitrag leisten, da sie für zahlreiche Sprachen vorliegen, die in den Herkunftsgebieten der meisten Flüchtlinge gesprochen werden. Sie ermöglichen eine schnelle Verständigung mit geringem Lernaufwand. Das Vokabular ist genau auf Alltagssituationen ausgerichtet, die Grammatik vereinfacht und die geniale „Wort-für-Wort-Übersetzung“ macht das Sprachsystem durchschaubar und leitet dazu an, schnell die notwendigen Sätze zu bilden.

Weiterlesen

kfd Hagen a. T. W. spendet für die Mittwochsrunde

kfd Frauen berichten
 
Zu einer deftigen und ganz leckeren Brotmalzeit hat die kfd Hagen am 24. November eingeladen.

Viele Frauen folgten der Einladung, u.a auch Doris Schönhoff, um die Aktion für mehr buntes Miteinander vorzustellen.

Die kfd möchte die Einnahmen des Abends von 75.- Euro für die Mittwochsrunde spenden. Hier treffen sich neuzugezogene Frauen mit ihren Kindern aus Afghanistan und Syrien mit jungen Hagener Familien im Kinder- und Jugendzentrum Martinusheim. Gemeinsam wird gebastelt, gelacht und gespielt. Erste Freundschaften entstehen besonders schnell zwischen den Kindern, die draußen toben oder mittendrin an der großen Kaffeetafel sitzen und manchmal kleine Übersetzungsarbeiten übernehmen.

Übrigens rundet die ortsansässige Dachdeckerei Weber den Geldbetrag auf 200.- Euro auf, so dass der Mittwochsrunde ein tolle Summe für notwendige Anschaffungen und weitere gemeinsame Aktionen übergeben werden kann.

Einige Kinder wollten gar nicht mehr gehen!

Bericht von Nicola Reinisch

Die Heilerziehungspflegeklasse HEP 033 des St. Vincenz-Berufskollegs in Ahlen hatte im Religionsunterricht eine tolle Idee: Im Herbst 2015 bot sie selbstgebackenen Kuchen gegen Spende für die Ahlener Flüchtlingshilfe an. 360 € haben die Schüler eingenommen und die St. Vincenz-Gesellschaft rundete den Betrag auf 1.000 € auf. Die Spende kam Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern und deren Müttern in der Notunterkunft für Flüchtlinge zugute.

Im Anschluss an die Spendenaktion organisierten die angehenden HeilerziehungspflegerInnen einen Spielevormittag für Flüchtlingskinder. Mit ihren Aktionen in der Schule, wie Kinderschminken, Malen, Buttons basteln und Kegeln, begeisterten sie rund 40 Menschen (viele Kinder, einige Mütter und drei Betreuerinnen), die der Einladung gefolgt waren. Einige Kinder wollten gar nicht mehr gehen!